Hoch oben, wo das Wächterhaus die steilen Terrassen von Machu Picchu überblickt, stehen die Cañaris im dichten Nebelwald. Sie sind keine Herrscher, sondern die schweigenden Schildknappen der Bergspitzen. In ihren Augen spiegelt sich die unendliche Tiefe des Tals, während ihre Hände die Speere halten. Sie bewachen nicht nur Steine, sie bewachen ein Geheimnis.Wenn die Nacht hereinbricht und das Imperium der Inka untergeht, verharren sie auf ihren Posten – eins mit dem Fels, genau wie das aschegraue Viscacha, das neben ihnen auf den kalten Zinnen thront. Mensch und Tier verschmelzen im Hochgebirge zu einer einzigen, unbewegten Einheit der Wachsamkeit.